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Thaddäus Troll

Terminvorschau:

 

"Thaddäus Troll - Deutschland, dein Schwabe"

Eleonore Lindenberg erinnert an den Autor und sein Werk

Dienstag, 13. September 2011, 15:00 Uhr

Ort:
AWO Stuttgart e.V.
Begegnungs- und Servicezentrum Fasanenhof
Solferinoweg 7
70565 Stuttgart

Veranstalter:
AWO Stuttgart e.V.

Telefon: 0711 - 46 92 96 27



 

Terminrückschau:


 

"Aus dem Leben von Thaddäus Troll?"

Eleonore Lindenberg erinnert an den "Tucholsky aus Bad Cannstatt"

Mittwoch, 13. Juli 2011, 15:30 Uhr

Ort:
Württembergischer Automobilclub
Mörikestraße 30
70178 Stuttgart
Veranstalter:
Württembergisch-Badische Gesellschaft 1948 e.V.

Thaddäus Troll, engagiert aufmerksamer Zeitkritiker, Mitbegründer des Verbands deutscher Schriftsteller, Vizepräsident des bundesdeutschen P.E.N.-Zentrums, hochgeschätztes Rundfunkrat-Mitglied des Süddeutschen Rundfunks und Verfasser zahlreicher Bücher, u.a. des Bestsellers "Deutschland, deine Schwaben", war von 1966 bis zu seinem Tod 1980 Eleonore Lindenbergs Arbeitgeber. Sie versucht in ihrem Vortrag aus ihrer Sicht diesen außergewöhnlichen Menschen zu schildern. Anhand seines Oeuvres kommt auch das Heitere nicht zu kurz.


 

"Wer war eigentlich Thaddäus Troll?"

Eleonore Lindenberg erzählt vom Leben und Schaffen des Schriftstellers

Montag, 7.Februar 2011, 15:00 Uhr

Ort:
AWO Stuttgart e.V.
Begegnungs- und Servicezentrum Dürrlewang
Osterbronnstraße 64 B
70565 Stuttgart


Thaddäus Troll war ein Schwabe, und was für einer: Autor des Bestsellers "Deutschland, deine Schwaben", Übersetzer des noch immer begehrten Aufklärungsbuchs "Wo kommet denn dia kloine Kender her?", Verfasser des Gedichtbands "O Heimatland. Verse in schwäbischer Mund-Art" und mit der Übertragung von Molières "Geizigem" ins Schwäbische unter dem Titel "Der Entaklemmer" vom Publikum gefeierter Bühnenautor. Genug Stoff also, dass er für viele nur noch der Mundart-Schriftsteller war. Es gab aber auch den anderen Troll: den Feuilletonisten, Essayisten, Reiseschriftsteller, Verfasser von Hör- und Fernsehspielen, auch den Theaterkritiker und nicht zuletzt den Funktionär, der in Verbänden und Gremien für die Belange seiner schreibenden Kollegen eintrat, seinen Bekanntheitsgrad dafür wirkungsvoll nutzend.
Eleonore Lindenberg, von 1966 bis 1980 Thaddäus Trolls Sekretärin, erinnert an diesen Stuttgarter Schriftsteller aus Bad Cannstatt. Sie hat "Trolls Wortwitz lebendig gemacht" und gibt "gekonnt tiefere Einblicke in Trolls Werk" (Iris Frey in der Cannstatter/Untertürkheimer Zeitung, 1.6.2005).


 

"Halbdackel! Huatsempel! Donderskrott!"

Eleonore Lindenberg stellt "Thaddäus Trolls Schwäbischen Schimpfkalender"für das Jahr 2011 vor

Dienstag, 25. Januar 2011, 15:00 Uhr

Ort:
Treffpunkt Mozartstraße
Mozartstraße 16
70734 Fellbach

Es gibt ihn wieder, "Thaddäus Trolls Schwäbischen Schimpfkalender". Eleonore Lindenberg stellt ihn für das Jahr 2011 vor, den sie in der Tradition seines Erfinders Thaddäus Troll herausgibt, und plaudert dazu aus dem Nähkästchen über ihre Tätigkeit als Sekretärin des schwäbischen Bestsellerautors, der beim Sammeln von schwäbischen Schimpfwörtern aus dem Vollen schöpfen konnte. Seinen Landsleuten bescheinigte er: "Schimpfen ist nicht nur eine Äußerung des Protests, es ist ein schwäbisches Grundrecht, eine genußreiche, sprachschöpferische Betätigung."Dabei geht es aber nicht nur derb zu, sondern auch anerkennend: "Donderskrott!"oder zärtlich: "Amenaschlupferle..."


 

"Damen altern langsamer"
und andere Geschichten von Thaddäus Troll

Eleonore Lindenberg erinnert an den „Tucholsky“ aus Cannstatt

Dienstag, 26. Oktober 2010, 15:00 Uhr

Ort:
Treffpunkt Mozartstraße
Mozartstraße 16
70734 Fellbach


 

"Perfekt war er nie - eher imperfekt"

Eleonore Lindenberg erinnert an Thaddäus Troll

Donnerstag, 15.04.2010, 20:00 Uhr

Ort:
Simplicissimus-Haus
Hauptstraße 59
77871 Renchen

Veranstalter:
Förderverein Grimmelshausenfreunde Renchen e.V.

Eleonore Lindenberg arbeitete über 14 Jahre als Sekretärin von Thaddäus Troll. Mit ihren Vorträgen will sie das Ansehen und die Erinnerung an den großen schwäbischen Dichter wachhalten. Darüber hinaus verwaltet sie den literarischen Nachlass des "Tucholsky aus Bad Cannstatt" und kümmerte sich als Vorstandsmitglied im Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg e.V. um den Autoren-Nachwuchs.



 

Thaddäus Troll – Deutschland, dein Schwabe

Eleonore Lindenberg erinnert an den "Tucholsky" aus
Bad Cannstatt

Montag, 23.03.2009, 19:00 Uhr

Ort:
VHS Schorndorf
Raum 13
Augustenstraße 4
73614 Schorndorf


 
Thaddäus Troll – Deutschland, dein Schwabe

Eleonore Lindenberg erinnert an den "Tucholsky" aus
Bad Cannstatt

Freitag, 13.02.2009, 20:00 Uhr

Ort:
Gaststätte Luginsland
Fellbacherstraße 143
Stuttgart-Luginsland


 
Thaddäus Troll – Deutschland, dein Schwabe?

Erinnerungen an den "Tucholsky" aus Bad Cannstatt
Vorgetragen von Eleonore Lindenberg

Donnerstag, 25.09.2008, 18.00 Uhr

Ort:
Forum Mitte
Blumenstraße 11
71332 Waiblingen


 
Thaddäus Troll – Deutschland, dein Schwabe?

Erinnerungen an den "Tucholsky" aus Bad Cannstatt
Vorgetragen von Eleonore Lindenberg

Dienstag, 26. Februar 2008

Veranstalter:
Treffpunkt Mozartstraße
Mozartstraße 6
70734 Fellbach



 
Thaddäus Troll – Deutschland, dein Schwabe?
Erinnerungen an den "Tucholsky" aus Bad Cannstatt
Vorgetragen von Eleonore Lindenberg

Mittwoch, 14. November 2007

Gewerkschaftshaus
Willi-Bleicher-Straße 20, Raum 245
70174 Stuttgart


 
Thaddäus Troll – Lesekonzert

Eleonore Lindenberg berichtete aus seinem Leben
Martin Hinze rezitierte aus dem umfangreichen Lebenswerk
Michel Biehler machte die Musik


Samstag, 1. Dezember 2007

Veranstalter:
Kulturverein Oberes Bottwartal e.V.


 
Thaddäus Troll – Deutschland, dein Schwabe?

Erinnerungen an den "Tucholsky" aus Bad Cannstatt
Vorgetragen von Eleonore Lindenberg

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Veranstalter:
Otto-Rombach-Bücherei
Hauptstraße 19
74321 Bietigheim-Bissingen


 
Thaddäus Troll – Deutschland, dein Schwabe?
Erinnerungen an den "Tucholsky" aus Bad Cannstatt
Vorgetragen von Eleonore Lindenberg

Montag, 10. September 2007, 19:00 Uhr
Gemeindezentrum Untertürkheim - GZU
Warthstraße 16

Veranstalter:
KAB Katholische Arbeitnehmer-Bewegung
St. Johannes Untertürkheim

 

Cannstatt, dein Thaddäus Troll
Eleonore Lindenberg erinnerte an den „Tucholsky“ aus der Marktstraße

Freitag, 30. März 2007, 19:30 Uhr
Gemeindesaal der Stephanuskirche,
Bad Cannstatt, Burckhardtstraße 77




 
kultur im kloster
Thaddäus Troll – Deutschland, dein Schwabe?

Erinnerungen an den „Tucholsky aus Bad Cannstatt“
Vorgetragen von Eleonore Lindenberg
und Guido Keller

Freitag, 28. April 2006
Marktplatz 28, 72160 Horb


 
KUNST AM SONNTAG
Thaddäus Troll – Deutschland, dein Schwabe?

Erinnerungen an den „Tucholsky aus Bad Cannstatt“
mit Eleonore Lindenberg und Guido Keller

Sonntag, 19. Februar 2006
Stuttgarter Künstlerbund e.V.
Café Künstlerbund
Am Schloßplatz 2, 70173 Stuttgart


 
Benefiz-Auktion zu Gunsten der AMSEL
Sonntag, 10. Juli 2005

Mercedes Forum,
Heilbronner Straße 339,
70469 Stuttgart-Feuerbach

Benefiz-Auktion von Grafiken, Zeichnungen, Gemälden und Souvenirs aus dem Besitz von Thaddäus Troll zu Gunsten der AMSEL (u.a. Werke von Günter Grass, HAP Grieshaber, Herbert O. Hajek, Heinrich Klumbies, Sepp Mahler, Reinhold Nägele, Günter Schöllkopf)

Mit Prof.Dr.h.c. Lothar Späth
in Zusammenarbeit mit Nagel-Auktionen, Stuttgart

Zur Eröffnung traten auf:
Felix Huby, Gerhard Raff, Walter Schultheiß,
Christoph Sonntag, Dietz-Werner Steck sowie Trudel Wulle

www.amsel.de


 
Thaddäus Troll :
Szenen, Texte, Gespräche zum 25. Todestag

Dienstag, 5. Juli 2005

Renitenztheater, Eberhardstraße 65, 70173 Stuttgart

Mit Susanne Eisenmann, Erhard Eppler, Eberhard Jäckel,
Dieter Lattmann, Christine Prayon, Gerhard Raff,
Martin Theuer, Sebastian Weingarten

Moderation:
Rainer Wochele

Gäste waren u.a.:
Peter Conradi, Michael Kienzle, Carmen Kotarski,
Gerdi Sobek-Beutter, Rolf Thieringer, Imre Török,
Monika Wüst, Ulrich Zimmermann

Schirmherr:
Prof. Dr. Lothar Späth


 
Cannstatt, dein Thaddäus Troll
Eleonore Lindenberg erinnerte an den „Tucholsky” aus der Marktstraße
Mit ausgesuchten Leckereien aus Klaibers Küche
Eine Veranstaltung im Rahmen der Cannstatter Mundarttage
Veranstalter: Café Klaiber, Horst Klaiber

Mittwoch, 25. Mai 2005
Café Klaiber,
König-Karl-Str. 18


 
Thaddäus Troll - Deutschland, dein Schwabe?
Facetten aus seinem Leben, aus seinen Büchern - weder „vordergründig noch hinterrücks” erinnerte
Eleonore Lindenberg an den „Tucholsky aus Bad Cannstatt”
Mitwirkung: Guido Keller

Freitag, 18. März 2005
Weinmanufaktur Stuttgart Untertürkheim,
Strümpfelbacher Straße 47,
70327 Stuttgart


 
Thaddäus Troll - Deutschland, dein Schwabe?
Erinnerungen an den "Tucholsky" aus Bad Cannstatt
Von Eleonore Lindenberg

Freitag, 7. Januar 2005
Gemeindehaus Buoch
Veranstalter: Heimatverein Buoch e.V.


 

Zurück zum Anfang 

  
„Thaddäus Troll stand im Mittelpunkt der Hauptversammlung (Anm.: des Heimatvereins Buoch)... Den Schwerpunkt bildete der Vortrag 'Thaddäus Troll - Deutschland, dein Schwabe' von Eleonore Lindenberg. Die Referentin, seine langjährige Mitarbeiterin, zeichnete ein eindrucksvolles Bild vom Leben und Schaffen des aus Stuttgart - Bad Cannstatt stammenden Schriftstellers mit dem bürgerlichen Namen Dr. Hans Bayer... Tonbandaufnahmen des Autors, der 1980 den Freitod wählte, waren besonders beeindruckend. Mit ihrem Vortrag machte Eleonore Lindenberg klar, dass Thaddäus Troll nicht nur ein Meister tiefgründigen schwäbischen Humors war, sondern ein Schriftsteller, der sich nachhaltig für das kulturelle Leben unserer Heimat eingesetzt und sich um dieses sehr verdient gemacht hat.”

Mitteilungsblatt Remshalden vom 20.1.2005

„Wenn ein Autor 25 Jahre nach seinem Tod 200 Menschen zu einer Lesung lockt, muss er ihnen aus der Seele sprechen. Unter dem Titel 'Deutschland, dein Schwabe?' erinnerte seine langjährige Mitarbeiterin, Eleonore Lindenberg, in der Weinmanufaktur an Thaddäus Troll, den 'Tucholsky' aus Bad Cannstatt... Dass der gebürtige Cannstatter ein begnadeter Schriftsteller und vor allem außergewöhnlicher Mensch war, wurde durch die authentischen Erzählungen seiner engsten Mitarbeiterin spürbar... Bundesweit bekannt geworden ist er unter seinem Pseudonym Thaddäus Troll durch 'Deutschland, deine Schwaben', das ihm die Anerkennung als Experte einbrachte, der den Stammescharakter der Schwaben am besten erforschte. Troll war nicht nur als Autor geschätzt, seine menschliche Art und der kritische Schwaben-Geist hatten im SDR-Rundfunkrat und im Schriftstellerverband Gewicht. In den zwei Stunden mit Lindenbergs persönlichen Erinnerungen an den 'Tucholsky' aus Bad Cannstatt hatten die Gäste einen großen Literaten und Menschen kennengelernt.”

Cannstatter/Untertürkheimer Zeitung vom 22. März 2005

„Trolls Wortwitz lebendig gemacht”
Bad Cannstatt: Eleonore Lindenberg gab im Cafe Klaiber bei den Mundarttagen Einblicke in Leben und Werk
VON IRIS FREY

Es ist ihr ein Bedürfnis über Thaddäus Troll zu erzählen, sein Werk bekannt zu machen - das gelang Eleonore Lindenberg erstmals im Rahmen der Cannstatter Mundarttage im Cafe Klaiber: Lindenberg war von 1966 bis 1980 Trolls Mitarbeiterin. Sie hat sein erstes Erfolgsbuch „Deutschland deine Schwaben” (1967) vom Manuskript getippt. Die Originalseiten zeigte sie. Ein Mann kam extra ganz nah und schaute, ob auch die Handschrift Trolls leserlich war. Sie war es.
Nur gewundert habe sich Troll, dass Lindenberg nach dem Abtippen keine Bemerkungen über das Werk fallen ließ. Sie hat es sich nicht getraut, berichtete sie. Obwohl sie ganz begeistert war und es ihr ein Vergnügen war, seine Werke zu schreiben. Doch da ist auch Troll, der Cannstatter, dessen 90. Geburtstag sich 2004 gejährt hat und der mit seiner sehr gut besuchten Ausstellung im Stadtmuseum gefeiert wurde, wie sich Lindenberg freut, die von 1976 bis 1989 ehrenamtliche Geschäftsführerin des Förderkreises deutscher Schriftsteller Baden-Württemberg war. In ihrem ersten Lesungsteil steht der Troll im Mittelpunkt, der am 18. März 1914 in Bad Cannstatt als Hans Bayer geboren worden ist. Lindenberg versteht es glänzend, den Geburtsort Trolls nachzuzeichnen, zu dem der Autor ein zwiespältiges Verhältnis hatte. Sie zeigt Fotos des Elternhauses in der Marktstraße, auf dem heute der Kaufhof steht, die Seifensiederei des Vaters, in der auch die Frau Kommerzienrat Daimler einkaufte. Sie zeichnet das Bild Trolls, der sich auf dem Kepler-Gymnasium zur Gruppe der „Athener” zählte und sich mit 15 Jahren als „politisch wach” bezeichnete. Lindenberg beschreibt ein Bad Cannstatt, das damals weltmännisch und großzügig war, zugleich hatten es Minderheiten schwer. Der Vater war übrigens Mitbegründer des VfB, der Sohn wurde Fan des Clubs.

Überlebt haben als Verpflichtung
Die Eltern nahmen Troll mit 15 Jahren mit ins Theater, eine große Theaterliebe entstand. 1933 verstärkt durch den Wunsch Trolls, Journalist zu werden. So kam er zur Cannstatter Zeitung als „Chefredaktionspraktikant”. Troll hat gerne an die Jugend in Bad Cannstatt zurückgedacht, so Lindenberg. Dann beginnt seine Karriere als Theaterkritiker und Schriftsteller. Troll studiert in Tübingen, München, Halle und Leipzig Germanistik, Kunstgeschichte, vergleichende Literaturwissenschaft, Theater- und Zeitungswissenschaft.
Lindenberg erklärt, wie es zur Wahl des Pseudonyms kommt, um im Bücherregal links von seinem Lieblingsautor zu stehen, Kurt Tucholsky. Sie beschreibt eindrücklich die Rückkehr Trolls aus dem Krieg nach Bad Cannstatt, zum „Schuttgebirge am Wilhelmsplatz”. Doch das Elternhaus ist heil und der Hausschlüssel passt noch. Das Glück, überlebt zu haben, bleibt ihm fortan Verpflichtung. Oscar Heiler trägt per Kassette Trolls Gedicht „Mein Cannstatt” vor. Gaby Lutz, die bei Oscar Heiler in der Bergstraße im Stuttgarter Osten im Haus gewohnt hat, der Troll über die Aufführung des „Entaklemmer” kannte, hört besonders interessiert zu.
Fehlt noch Troll als Gründer der ersten politischen Wochenzeitschrift „Wespennest”. Troll, der kritische Zeitgenosse, der aneckte. Unwollentlich mit der Übersetzung von „Wo kommat denn dia kloine Kender her”, das im sittenstrengen Spanien als Schulbuch eingeführt wurde. Bevor Lindenberg gekonnt tiefere Einblicke in Trolls Werk und seinen Wortwitz gibt, serviert Horst Klaiber seine schwäbischen Versucherle, die sicher auch den Koch, Weinkenner und -liebhaber Troll beeindruckt hätten. So hat Humorist Troll ein Kochbuch geschrieben mit Gerichten, „mit denen man Gäste fertig machen kann”.
Eleonore Lindenberg ist es gelungen, den Autor, der das Schwäbische berühmt gemacht hat, lebendig zu machen. Die Cannstatter dürfen stolz auf den Literatensohn sein, der, so Walter Jens, „einer der letzten großen Impressionisten der deutschen Sprache” war, „wie es Tucholsky konnte”. Am 5. Juli 1980 starb Troll, wie Tucholsky, freiwillig.

Cannstatter/Untertürkheimer Zeitung 1. Juni 2005